Am 14. Juni stand die erste Veranstaltung der diesjährigen Opti-/ILCA-Liga am Starnberger See auf dem Programm. Nach den kräftigen Windbedingungen des Vortages deutete die Wettervorhersage zunächst auf einen sportlichen Segeltag hin. Doch einmal mehr zeigte sich, wie unberechenbar die Bedingungen auf unserem Heimrevier sein können.
Zu Beginn des Tages sah zunächst alles nach einem durchaus windreichen Regattatag aus. Besonders unter Land wurden Böen von bis zu 15 Knoten gemessen, sodass sich viele Teilnehmer auf anspruchsvolle Wettfahrten einstellten. Nach der Registrierung und der Steuerleutebesprechung, bei der der Kurs traditionell gemeinsam erklärt und regelrecht „abgelaufen“ wird, ging es zügig aufs Wasser.
Auf dem Regattakurs angekommen, änderte sich das Bild allerdings schnell. Der Wind nahm kontinuierlich ab und machte das Segeln zunehmend schwierig. Immer wieder sorgten starke Dreher, große Windlöcher und zwischenzeitlich nur noch drei Knoten Wind für sehr anspruchsvolle Bedingungen. Gerade für viele junge Seglerinnen und Segler, die teilweise erst in den Pfingstferien mit dem Segeln begonnen haben oder ihre erste Regatta überhaupt bestritten, war dies eine echte Herausforderung.
Trotz der schwierigen Verhältnisse gingen insgesamt 42 Optis sowie zwei ILCA an den Start. Wettfahrtleiterin Christel Hauger bewies viel Geduld und Fingerspitzengefühl und konnte am Ende zwei Wettfahrten erfolgreich durchführen. Das erste Rennen zog sich aufgrund der schwierigen Bedingungen ungewöhnlich lange, weshalb der Kurs für die zweite Wettfahrt sinnvoll angepasst wurde.
Die Opti-/ILCA-Liga hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Format für den Segelnachwuchs am Starnberger See entwickelt. Insgesamt umfasst die Serie vier Veranstaltungen bei unterschiedlichen Vereinen und bietet insbesondere jungen Segler:innen die Möglichkeit, erste Regattaerfahrungen unter fairen und altersgerechten Bedingungen zu sammeln.
Aus Sicht des Deutschen Touring Yacht-Clubs verlief die Regatta äußerst erfolgreich. Vier Segler:innen gingen für den DTYC an den Start und konnten mit starken Leistungen überzeugen. Leopold Müller-Berner segelte auf einen hervorragenden dritten Platz und sicherte dem DTYC einen Platz auf dem Podium. Liam Locher belegte Rang neun, direkt gefolgt von Sophia Wedemeyer auf Platz zehn und Aimée Schmitt, die das starke Mannschaftsergebnis mit Rang elf komplettierte.
Auch Trainer Moritz Aigner, der die Gruppe an diesem Wochenende betreute, durfte mit den gezeigten Leistungen sehr zufrieden sein. Besonders erfreulich war zu beobachten, wie sicher und konzentriert sich die jungen Seglerinnen und Segler trotz der schwierigen Windverhältnisse präsentierten.
Die Veranstaltung hat einmal mehr gezeigt, welchen Wert solche niedrigschwelligen Regattaformate für die Nachwuchsarbeit haben. Für viele Kinder war es der erste Kontakt mit dem Wettkampfsport – und ganz sicher nicht der letzte.


