Vom 26. bis 28. Juli 2026 trafen sich im Union Yacht Club Wolfgangsee in St. Gilgen 16 klassische Holzdrachen zu den Traditionssegeltagen. Die Veranstaltung war Teil des Jubiläumsprogramms zum 125-jährigen Bestehen des gastgebenden Clubs und lockte Seglerinnen und Segler aus Österreich, Deutschland, den Niederlanden und sogar aus Japan an.
Auch der DTYC war am Wolfgangsee bestens vertreten: Rainer und Kerstin Nothhelfer segelten gemeinsam mit Sophie Schweyer auf den achten Platz. Thomas Kohlschovsky, Erwin Burth und Birgit Schlotter belegten Rang neun. Zudem war Jan Krumme als Vorschoter auf dem Drachen von Jakob Tittel vom Münchner Yacht-Club erfolgreich und erreichte mit der Crew den dritten Platz.
Bereits am Samstag reisten die Teams an und konnten ihre Boote mit tatkräftiger Unterstützung der Mitglieder des UYC Wolfgangsee einkranen. Am Sonntag zeigte sich das Salzkammergut zunächst von seiner eher ungemütlichen Seite: Bei bewölktem Himmel, Regen und Gewitterneigung frischte der Wind aus nordwestlicher Richtung zunehmend auf und erreichte vier bis fünf Beaufort.
Pünktlich zum geplanten Start um 13 Uhr liefen die Holzdrachen aus. Zwei Wettfahrten konnten wie vorgesehen gesegelt werden – bei stark drehendem, böigem und teilweise löchrigem Wind eine anspruchsvolle Aufgabe für die Crews. Für den fehlenden Sonnenschein entschädigten die besondere Stimmung auf dem Wasser und die eindrucksvollen Farben des Wolfgangsees.
Leider blieben auch Schäden nicht aus: Auf einem österreichischen Holzdrachen brach der Mast. Bei Thomas Kohlschovsky löste sich eine Saling, sodass die Crew die Wettfahrt abbrechen und in den Hafen zurückkehren musste. Der Schaden konnte jedoch rechtzeitig behoben werden, und das Team war am Montag wieder startklar.
Nach den Wettfahrten wartete an Land das nicht weniger wichtige Regattaprogramm: Auf das Freibier folgte ein gemeinsames Segleressen mit einem vielfältigen Grillbuffet aus Fisch, Fleisch und zahlreichen Beilagen.
Am Montag blieb das Wetter wechselhaft, der Wind aus nördlicher Richtung fiel jedoch etwas schwächer aus als am Vortag. Erneut gelangen zwei pünktlich gestartete Wettfahrten. In der ersten gerieten allerdings mehrere Boote in ein großes Windloch und mussten nahezu stehend mit ansehen, wie die Konkurrenz an ihnen vorbeisegelte – eine jener Situationen, die den Wolfgangsee ebenso reizvoll wie unberechenbar machen. Am Abend wurden die Seglerinnen und Segler wiederum mit Freibier und einem hervorragenden Schweinsbraten verwöhnt.
Am Dienstag zeigte sich schließlich die Sonne. Gegen Mittag setzte der berühmte Brunnwind aus Nordost ein, schlief nach dem Auslaufen allerdings zunächst wieder ein und wechselte mehrfach die Richtung. Schließlich stabilisierte er sich doch noch und ermöglichte zwei weitere Wettfahrten. Damit konnten an den drei Regattatagen insgesamt sechs Rennen gesegelt werden.
Im Anschluss fand die Siegerehrung statt. Zur Erinnerung an die Jubiläumswettfahrten erhielten alle Steuerleute eine Plakette mit der Aufschrift „1901–2026“, für sämtliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer gab es zudem eine Flasche Wein.
Nach dem Auskranen – erneut mit tatkräftiger Hilfe des gastgebenden Yachtclubs – machten sich die DTYC-Teams am Dienstagabend auf den Heimweg. Zurück blieben die Erinnerungen an drei abwechslungsreiche Regattatage, anspruchsvolle Bedingungen, herzliche Gastfreundschaft und ein außergewöhnlich schönes Segelrevier.
Herzlichen Glückwunsch an alle beteiligten DTYC-Seglerinnen und -Segler zu ihren guten Platzierungen – und ein großes Dankeschön an den Union Yacht Club Wolfgangsee für die gelungene Jubiläumsveranstaltung!
Autor: Stephanie Wohlleben / Bilder und Bericht: Kerstin Nothhelfer


