29er - Platz 15 und Vize-Europameister U17 für den DTYC
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29er – Platz 15 und Vize-Europameister U17 für den DTYC

Bei der diesjährigen 29er-Europameisterschaft in Riva del Garda trafen 251 Teams aus ganz Europa aufeinander, darunter auch vier Mannschaften mit DTYC-Beteiligung. Was wie ein Traumrevier mit verlässlicher Ora begann, wurde in diesem Jahr zur echten Herausforderung: Ungewöhnlich viele Gewitterfronten, drehende Winde und regnerische Tage machten aus der Großveranstaltung eine Regatta der Anpassung, Taktik und Nervenstärke.

Trotz aller Schwierigkeiten gelang den DTYC-Seglern eine herausragende Leistung. Top-Platzierungen in allen Fleets, wichtigen Erfahrungen auf internationaler Bühne und sogar einem Vize-Europameistertitel in der U17-Wertung.

Bester DTYC Segler wurde Moritz Aigner und sein Steuermann David Plettner (BYC): Mit konstant starker Leistung, taktischer Reife und beeindruckender Nervenstärke segelten sie sich auf einen hervorragenden 15. Gesamtrang. Nach ihrem intensiven Vortraining und dem fünften Platz bei der italienischen Meisterschaft im Vorfeld der EM nutzten sie die schwierigen Gardaseebedingungen optimal. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis und können jetzt mit vollem Selbstvertrauen bei der WM in Porto Anfang August angreifen“, so Moritz Aigner. In einem Rennen konnten sie sogar nach einem klasse Start auf Platz 2 segeln.

Lukas Wagner und Valentin Ziegler, die in diesem Jahr ihre EM-Premiere feierten, freuen sich über einen bemerkenswerten 37. Gesamtrang. Nach den Qualifikationsrennen segelten sie im Goldfleet gegen die 40 besten Teams Europas und sammelten wertvolle Regattaerfahrung auf höchstem Niveau. In der U17-Wertung durften sie sich zudem über den Vize-Europameistertitel freuen. Lukas resümiert: „Wir sind mit sehr geringen Erwartungen reingegangen. Dass wir im Goldfleet und sogar auf Platz zwei in der U17 landen, war ein riesiger Erfolg für uns.“ Auch Valentin zeigte sich begeistert: „Es war wie immer super am Gardasee zu segeln, auch wenn das Wetter dieses Mal wirklich wild war. Wir nehmen viel Input aus dem Goldfleet mit und sind bereit, bei der WM zu attackieren.“

Moritz Mehlmann und Noah Mink (CYC) qualifizierten sich knapp nicht für das Goldfleet – punktgleich mit der Cutoff-Grenze segelten sie im Silberfleet und belegten dort einen soliden Platz im Mittelfeld. „Natürlich war es enttäuschend, das Goldfleet so knapp zu verpassen, aber die Regatta war für uns eine spannende und lehrreiche Zeit“, erklärte Moritz. Besonders am ersten Tag überzeugten sie mit einem herausragenden Auftakt (20/3/3), bis ein technischer Defekt am Großschotblock sie ausbremste. „Wir konnten trotzdem viel mitnehmen und hatten als Team richtig gute Stimmung.“

Ferdinand Sterr und Vincent Fries traten zum ersten Mal bei einer internationalen Großveranstaltung an. Für das junge Team, das sich im Purple Fleet platzierte, stand vor allem das Sammeln von Regattaerfahrung im Vordergrund. Die EM bedeutete für beide einen wichtigen Schritt in ihrer seglerischen Entwicklung – das intensive Wettkampfgeschehen, die hohen Teilnehmerzahlen und die anspruchsvollen Bedingungen boten die perfekte Bühne für erste große Lernschritte.

Insgesamt war die Europameisterschaft 2025 am Gardasee für alle DTYC-Crews mehr als nur eine sportliche Herausforderung. Sie war ein Gradmesser der internationalen Konkurrenzfähigkeit, ein Spiegel harter Winterarbeit und ein Ausblick auf das, was noch kommen mag.

Als nächstes steht die Weltmeisterschaft in Portugal für die Teams auf dem Jahresplan. Wir drücken die Daumen!