29er - Bronze für Wagner/Ziegler und starke DTYC Ergebnisse bei der IDJM

29er – Bronze für Wagner/Ziegler und starke DTYC Ergebnisse bei der IDJM

29er – Bronze für Wagner/Ziegler und starke DTYC-Ergebnisse bei der IDJM

Schwierige Leichtwindbedingungen, frühe Starts und viel Geduld prägten die Internationale Deutsche Jugendmeisterschaft der 29er am Chiemsee. Für den DTYC endete die Meisterschaft mit einem weiteren Podiumserfolg: Lukas Wagner und Valentin Ziegler sicherten sich Bronze in der IDJM-Wertung. Auch Xaver Hoffmann mit Silas Pabst sowie Quirin Waizenhöfer mit Cassian Bötsch waren am Start. Für die Brüder Felix und Vincent Teichmann wurde die Meisterschaft zu einem ganz besonderen Einstieg: Sie bestritten am Chiemsee ihre erste Regatta im 29er.

Vom 16. bis 20. September war die 29er-Klasse beim Seebrucker Regatta-Verein zu Gast. 41 Teams gingen bei der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft an den Start. Insgesamt waren 16 Wettfahrten vorgesehen, doch die Leichtwindbedingungen am Chiemsee machten der Wettfahrtleitung einen Strich durch die Rechnung. Am Ende kamen lediglich sieben Rennen in die Wertung.

Früh aufstehen für die Morgenthermik

Bereits am ersten Wettfahrttag war vor allem Geduld gefragt. Trotz mehrerer Versuche ließ der Wind keine reguläre Wettfahrt zu und die Teams mussten ohne Ergebnis zurück an Land.

Da auch die Vorhersage für die folgenden Tage wenig Wind versprach, reagierte die Wettfahrtleitung und versuchte, die morgendliche Südwind-Thermik zu nutzen. Entsprechend früh begann der nächste Regattatag: Bereits um 7.30 Uhr erfolgte das erste Ankündigungssignal.

Der Plan ging auf. Bei leichtem, allerdings stark drehendem Wind konnten am Morgen zwei Wettfahrten gesegelt werden. Später ging es noch einmal aufs Wasser und ein drittes Rennen kam hinzu. Die wechselhaften Bedingungen machten es den Teams jedoch schwer, konstant vorne zu segeln. Kleine Unterschiede bei der Positionierung auf dem Kurs konnten schnell große Auswirkungen auf das Ergebnis haben.

Am dritten Wettfahrttag hieß es erneut früh aufstehen. Dieses Mal blieb der erhoffte Südwind jedoch aus und trotz aller Bemühungen konnte keine weitere Wettfahrt gestartet werden.

Vier Rennen sorgen für spannenden Finaltag

Damit musste die Entscheidung am letzten Tag fallen. Gegen Mittag setzte schließlich leichter Wind ein, der jedoch erneut von zahlreichen Drehern geprägt war. Weil die letzte Startmöglichkeit bereits für 15 Uhr vorgesehen war, entschied sich die Wettfahrtleitung für kurze Kurse, um möglichst viele Rennen durchführen zu können.

Vier weitere Wettfahrten gelangen und sorgten noch einmal für Bewegung in der Gesamtwertung. Gerade die ersten Kreuzen wurden teilweise von großen Winddrehern geprägt, ohne dass sich auf der Gegenseite zwingend eine entsprechende Möglichkeit zum Ausgleich bot. Umso wichtiger waren ein guter Start, die richtige Seite und schnelle taktische Entscheidungen.

Für Lukas Wagner und Valentin Ziegler verlief die Meisterschaft damit nicht ganz so, wie sie es sich nach ihrer erfolgreichen internationalen Saison erhofft hatten. Bei den extrem wechselhaften Bedingungen gelang es ihnen nicht in jedem Rennen, die entscheidenden Dreher optimal zu erwischen.

Trotzdem kämpften sich die beiden durch die sieben Wettfahrten und sicherten sich am Ende Platz drei in der Wertung der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft. Nach Silber bei der Europameisterschaft und zahlreichen weiteren internationalen Spitzenergebnissen ist Bronze ein weiterer Podiumsplatz in einer starken Saison. „Leider konnten wir unser Ziel nicht erreichen, aber wir sind trotzdem stolz auf uns, weil der Wind es wirklich nicht einfach gemacht hat“, berichtet Lukas.

Hoffmann/Pabst segeln in die Top Ten

Auch Xaver Hoffmann vom DTYC und Silas Pabst vom SCBC zeigten am Chiemsee eine starke Leistung. Mit Platz neun im Gesamtklassement gelang ihnen der Sprung in die Top Ten der 41 Teams.

Die Platzierung knüpft an ihre Entwicklung in dieser Saison an. Bereits bei der Weltmeisterschaft in Kiel hatten Xaver und Silas mit starken Einzelrennen auf sich aufmerksam gemacht und sogar eine Wettfahrt in ihrem Fleet gewonnen. Am Chiemsee bestätigten sie nun auch über die Meisterschaft hinweg ihre Entwicklung.

Ebenfalls für den DTYC am Start war Quirin Waizenhöfer, der gemeinsam mit Cassian Bötsch vom BYC segelte. Die beiden beendeten die IDJM auf Gesamtrang 29 und sammelten bei den anspruchsvollen Leichtwindbedingungen weitere wichtige Regattaerfahrung.

Gelungener 29er-Einstieg für Felix und Vincent Teichmann

Während die anderen DTYC-Segler bereits über Erfahrung in der 29er-Klasse verfügen, begann am Chiemsee für Vincent und Felix Teichmann ein neues Kapitel. Die Brüder bestritten bei der IDJM ihre allererste 29er-Regatta.

Der Umstieg in den schnellen Skiff bringt zahlreiche neue Herausforderungen mit sich: Zwei Segler müssen ihre Abläufe aufeinander abstimmen, Trapez und Gennaker kommen hinzu und Starts sowie Manöver laufen deutlich schneller ab als im Optimisten.

Umso erfreulicher war, wie schnell die beiden im Meisterschaftsfeld zurechtkamen. Vincent und Felix beendeten ihre Premiere auf Gesamtrang 31 und konnten mit einem achten Platz in einer Wettfahrt bereits ein erstes starkes Einzelergebnis erzielen.

„Für uns als Team war es eine sehr gute Übung und am Ende lief es besser als erwartet“, fasst Vincent die Premiere zusammen. „Es war eine gute Erfahrung, in einem großen Feld zu segeln. Wir haben viel dazugelernt und uns als Team weiterentwickelt.“

Gerade der achte Platz zeigt, welches Potenzial bereits vorhanden ist. Noch wichtiger war bei dieser ersten Regatta jedoch die Möglichkeit, Abläufe unter Wettkampfbedingungen zu trainieren und als neues Team wertvolle Erfahrungen für die kommenden Trainings und Regatten zu sammeln.

Breite DTYC-Beteiligung am Chiemsee

Sieben statt der geplanten 16 Wettfahrten, Startbereitschaft teilweise bereits am frühen Morgen und lange Phasen des Wartens machten die diesjährige IDJM zu einer ungewöhnlichen Meisterschaft. Der Seebrucker Regatta-Verein und die Wettfahrtleitung nutzten die wenigen vorhandenen Windfenster konsequent und ermöglichten damit trotz der schwierigen Voraussetzungen eine gültige Meisterschaft.

Für den DTYC fällt die Bilanz erfreulich aus: Bronze für Lukas Wagner und Valentin Ziegler, ein Top-Ten-Ergebnis für Xaver Hoffmann und Silas Pabst, weitere Meisterschaftserfahrung für Quirin Waizenhöfer und Cassian Bötsch sowie eine gelungene 29er-Premiere von Vincent und Felix Teichmann.

Die unterschiedlichen Ausgangssituationen der Teams zeigen zugleich die Entwicklung der 29er-Gruppe: Während Lukas und Valentin inzwischen regelmäßig um nationale und internationale Podiumsplätze kämpfen, etablieren sich weitere Teams zunehmend im Feld und mit Vincent und Felix sammeln die nächsten jungen DTYC-Segler ihre ersten Regattaerfahrungen in der Klasse.

Herzlichen Glückwunsch an alle Teams und vielen Dank an den Seebrucker Regatta-Verein sowie alle Helferinnen und Helfer für die Ausrichtung der Meisterschaft unter anspruchsvollen Bedingungen!