Mit großer Vorfreude und trotz unsicherer Windprognosen startete der Deutsche Touring Yacht-Club in die neue Saison – und gleich das erste Day Race bot reichlich Gesprächsstoff. 15 Boote fanden sich an der Startlinie ein, doch der Wind zeigte sich zunächst launisch. Beim ersten Startversuch drehte der Wind auf dem Weg zur Luvtonne plötzlich um 30 Grad nach rechts, sodass die Wettfahrtleitung das Rennen abbrechen musste. Ein leichter Nordost baute sich zwar auf, legte jedoch ausgerechnet auf Höhe der Roseninsel eine Pause ein und schaffte es nicht in die Tutzinger Bucht. Erst nach einer ganzen Stunde Wartezeit füllte sich das Regattafeld mit einem gleichmäßigen 5–6-Knoten-Wind – genug, um endlich starten zu können. Den besten Start erwischte Anne Cybok auf ihrer RS Aero. Doch das Bundesligateam zeigte eindrucksvoll, dass es auf der J/70 über starken Speed verfügt. Ein kleiner taktischer Fehler kostete jedoch möglicherweise den Sieg: Anders als in der Liga führt beim Day Race der Kurs nicht vor dem Wind durchs Ziel, sondern es geht noch einmal um die Leetonne. Das Manöver – Gennaker bergen, sofort wieder setzen – kostete wertvolle Sekunden. Davon profitierte das brandneue H-Boot von Fabian Buhtz und Martin Müller, gesteuert von Peter Schmidt-Waldeck. Die „neue Rakete“ lief wie auf Schienen und sicherte sich am Ende den Sieg nach berechneter Zeit. Dahinter folgten das BL-Team und Anne Cybok auf der RS Aero.
Leider blieb es bei nur einem Rennen, doch der Saisonauftakt zeigte bereits: Die Boote sind schnell, die Crews motiviert – und die Saison im DTYC verspricht jede Menge Spannung.
